Wechselkurse der anderen Art…

Neben den eigentlichen Währungen gibt es auch inoffizielle. Das kann theoretisch, je nach Gruppe von Idividuen, alles sein.

Sammlerstücke, Bastelmaterial zum Tauschen, jedwedes Objekt der Begierde… („Strähnen“ zum Beipiel ;) )

Und was macht das mit uns? Mit einer Gesellschaft, die auf einen europäischen Nenner gebracht wurde? Einer global vernetzten und scheinbar angeglichenen Weltbevölkerung?

Diese inoffiziellen Währungen werden stärker und wichtiger, je bedrängter die Menschen werden. Je stärker die Werbung und die Konzerne versuchen, gleichgebügelt Profite zu erwirtschaften, die an den wirklichen Bedürfnissen und der Suche nach (inneren) eigenen Werten vorbeigeht, diese ignoriert oder gar versucht, sie zu verleugnen.

Pseudo-Eigenständigkeit durch propagierten, kategoresierten und mittels Trend-Scouts ermittelten (vorgeschriebenen) Individualismus.

Die „Jeans“ als neue Uniform der Massen – Jeder* trägt sie, jeder hat welche, jeder braucht und will welche, jeder braucht dauernd die neuesten „Designer-Jeans“. Zu aberwitzigen Konditionen hergestellt, unter den verschiedensten Aspekten (von Billig-Konzern-Massenware über „bessere“ bis hin zur Bio-Jeans mit Baumwolle aus kontrolliertem Anbau…) vermarktet, unüberschaubar, unlogisch. Und bei weitem nicht so Individuell, wie den Träger/Innen vermittelt wird.

Die letzten drei aus alten Zeiten werden zum nächsten Winter aus dem Kleiderschrank verbannt – bis dahin ist genügend Zeit, mir über wärmende Beinbekleidung Gedanken zu machen.

In den letzten Tagen war eine Reportage über Vivian Westwood zu sehen – im Zusammenhang mit der Pariser Modewoche, glaube ich.

Menschlich und was ihre Gedanken angeht, nur zu bewundern (von der bewegten Lebensgeschichte einmal abgesehen). Schade, dass mir die Kleidung, die sie entwirft nicht halb so gut gefällt, wie ihre Ideologie, die fast von Mieke stammen könnte…

Mit ihrem „Wenn Du etwas nicht selber machen kannst, dann lerne es oder such´ Dir jemanden, der es kann…!“ sie [Mieke] scheint ein früher Punk gewesen zu sein – kein Wunder also dass sie in der Familie aneckte…

*Jeder…

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